DB0SWR APRS  (Automatic Packet Reporting System)

 

 

Technische Daten:

 

 

 Rufzeichen  DB0SWR-10
 Service  Wide(n-N) Digipeater + Internet-Gateway
 Standort  Külsheim/Steinbach (bei Wertheim/Main)
 Koordinaten  49° 41`14" N / 09° 28`10" O
 Locator  JN49RQ
 Höhe  377 m über NN
 Modulation  1200 Baud AFSK
 Frequenz  144,800 MHz (simplex)
 Bandbreite  12,5 KHz
 Strahlungsleistung  10 Watt (EIRP)
 Antenne  Groundplane
 Antennenhöhe  8 m (über Grund)
 Sendeempfänger  Motorola GM-950
 Modem / Interface  Microsat WX3in1 Plus 2.0
 Betreiber  DARC Ortsverband "Alte Grafschaft Wertheim" (DOK: A23)
 Inbetriebnahme  18.03.2016
 Zuteilungsinhaber  DG6IU
 Sysop  DG9FFM

 

DB0SWR-10 auf www.aprs.fi und aktuelle APRS-Stationen in der Umgebung: Link

Statistik von DB0SWR-10: Link

Temperatur im Betriebsraum von DB0SWR: Link

 

 

 


 

 

 

Pfadeinstellungen

 

Die IARU-Region1-Konferenz im November 2008 beschloss einheitliche Regeln für die Anwendung von APRS-Pfaden.

Paralell dazu wurden die Typen von Digipeatern klassifiziert.

 

Digipeatertypen:

 

  • Fill-in-Digis (wie DB0ASF) 
    Manchmal kommen portable oder mobile APRS-Stationen wegen ihrer Lage oder Leistung schlecht an WIDE-Digis heran. Fill-in-Digis übermitteln ausschließlich lokal abgestrahlte Baken solcher "gehandycapten" Stationen zuverlässig an den nächsten WIDE-Digi. 
    Fill-in-Digis sind "Lückenfüller", brauchen keine exponierten Standorte und werden nur mit WIDE1-1 angesprochen. Da sie nur auf  dieses WIDE1-1 reagieren, senden sie natürlich auch wenig und sind in der gewonnenen Zeit gut ansprechbar. 
    Sie verbessern aber nicht die Empfangsmöglichkeit von Baken, die bereits über mehrere Digipeater geleitet worden sind (DB0ASF reagiert also z.B. nicht auf WIDE2-1 oder WIDE3-2 von DB0SWR-10). 

 

  • Wide(n-N)-Digis (wie DB0SWR-10) 
    stehen dagegen auf exponierten Standorten und ermöglichen den "Weitverkehr". Diese könnten technisch mit WIDE1-1 bis WIDE7-7 (nach der Anzahl der gewünschten "Hops") angesprochen werden.  Regelmäßig sollten aber nicht mehr als 3 Digipeater im Pfad eingestellt sein. 
    Die Digiumstellung läuft, und immer mehr Digipeater kürzen die Pfade größer WIDE3-3 auf diesen Wert (Neue IARU-Empfehlungen, genannt NewParadigma). Digipeater mit UIDIGI-Software (derzeit die meisten in DL!) sind wegen des auf den EPROM beschränkten Softwareumfanges nicht zur Pfadkürzung in der Lage, sie geben Pakets mit größer eingestellte Werten einfach nicht weiter. 
    Der User erreicht damit das Gegenteil von seiner Absicht!

 

 

Allgemeine Hinweise:

 

  • WIDE1-1 darf ausschließlich an erster Stelle im Pfad stehen!
     

  • Bei Feststationen steht der nächste Digi an erster Stelle im Pfad!
    Es folgt keinesfalls ein WIDE1-1!
     

  • Nicht mehr als insgesamt 3 Hops (WIDE1-1,WIDE2-2 = 3 Hops) einstellen!
     

  • TRACE nicht verwenden, es wird nicht mehr ausgewertet.
     

  • RELAY nicht verwenden, es wird nicht mehr ausgewertet.

 

 

Detailinformation:

 

Die richtige Pfadeinstellung ist grundsätzlich davon abhängig ob, mit dem ersten Hop (also dem ersten erreichbaren Digipeater) ein Fill-in- oder ein Wide-Digi erreicht werden soll/muss. Feste Stationen werden in der Regel wissen, ob sie einen Wide-Digi direkt erreichen. Wenn ja, sollte auf das Adressieren eines Fill-in-Digi verzichtet werden und der WIDE-Digi direkt mit seinem Rufzeichen adressiert werden.. Daraus folgt, dass die einzutragenden Pfade für die jeweils gewünschte Anzahl der Weiterleitungen für bewegliche und feste Stationen immer unterschiedlich sind. 

 

 

Grundeinstellungen Feststationen:

in diesem Fall erreicht man einen bekannten Digi (DB0SWR-10) sicher, es gilt dann:

DB0SWR-10,WIDE2-1 (maximal DB0SWR-10, WIDE3-2) 
Intervall: 30 Minuten

 

 

Grundeinstellungen bewegliche Stationen:

in diesem Fall kann man nicht abschätzen welche Digis man erreicht, es gilt dann:


WIDE1-1,WIDE2-2 (maximal WIDE1-1,WIDE3-3)
Intervall 1 Minute, besser größer 1 Minute, 
(kann die Technik "intelligende" Baken generieren, sollte diese Einstellung benutzt werden) 

 

 

Grundeinstellungen für ausgesendete Objekte:

DB0SWR-10,WIDE2-1
Intervall 30 Minuten (bei wichtigen Objekten (z.B. Events) maximal auf 10  Minuten verkürzen!)

 

 

Grundeinstellungen für Wetterbaken:

WIDE2-2
Intervall 15 Minuten

 

 

Wie geht ein 3-Hop nun in der Praxis?

Beispiel:


DG9FFM-9  fährt in Aschaffenburg und hat den Pfad WIDE1-1,WIDE2-2 eingetragen.

Bei Anwendung der New n-N-Empfehlungen an allen Digis verläuft das so:

DB0ASF hört als WIDE1-1-(Fill-in) Digi die Station DG9FFM-9 mit deren Pfadeinstellungen WIDE1-1,WIDE2-2 und repeatet sie so: 
DB0ASF*,WIDE2-2 (das WIDE1-1 ist nun verbraucht).

Der Digi DB0SWR-10 hört das, erkennt zwei freie Hops, zieht ein WIDE ab und repeatet mit: 
DB0ASF*,DB0SWR-10*,WIDE2-1.

Das hören DB0TTM im Süden und DB0MMO im Norden, erkennen einen freien Hop und repeaten mit: 
DB0ASF*,DB0SWR-10*,DB0TTM*,WIDE2*. bzw. 
DB0ASF*,DB0SWR-10*,DB0MMO*,WIDE2*

Der Pfad ist verbraucht und DG9FFM-9 wird von keinem Digi mehr repeatet.
Hätte DG9FFM-9
WIDE1-1,WIDE3-3 (also einen Hop mehr) gewählt, würden ihn alle Nachbarn von DB0TTM und DB0MMO ebenfalls  repeaten.

Daraus wird auch klar, dass hohe Hop-Einträge zu einer unsäglichen Belastung des Netzes führen. Ein WIDE7-7 ließe bei je 3 Nachbardigis theoretisch 3280 Wiederholungen zu, bevor es verbraucht ist!     

 

Anmerkung zur Eintragung des Pfades:

 

Nur in UI-View muss vor dem eigentlichen Pfad immer noch die sog. "Destination-Adress"  [oder auch "to-call"] in den Pfad eingetragen werden. Die "Destination-Adress" kennzeichnet im APRS die verwendete Software-Version. Bei UI-View ist der Eintrag "APRS". Ein 2-Hop-Pfad einer festen Station wird in UI-View deshalb als: APRS,WIDE2-2 eingetragen. [Aus "APRS" generiert UI-View dann seine eigene "Destination-Adress" = APU25N] - daraus folgt, daß APRS im Pfad anderer Programme/Tracker nicht eingetragen wird!
 

Beim Kenwood TM-D7xx/TH-D7 und auch beim TinyTrak/OpenTracker wird die "Destination-Adress" automatisch generiert und eingefügt. Deshalb ist als Pfad nur  WIDEn-N bzw. WIDE1-1,WIDEn-N einzutragen!
 

Es sollte darauf verzichtet werden eigene "Destination-Adresses" z.B. zur Kennzeichnung des regionalen Herkommens zu "erfinden" [z.B.  APRSWTH = Station aus Wertheim]. Die "Destination-Adress" hat im APRS-Protokoll zwei explizit andere Funktionen: Kennzeichnung der Software oder die Kennzeichnung von ALTNETS. 

Eine Übersicht zu den standardkonformen Einträgen findet sich in der Tocall-Liste von WB4APR.
 

 

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